Theatre de Jean-Paul Sartre devant ses premiers critiques : Les mouches et Huis clos PDF

Drama des französischen Schriftstellers und Philosophen Jean-Paul Sartre. Drei Menschen, die sich nach ihrem zeitlichen Tod in der Hölle wiederfinden, zwei Frauen, die reiche Estelle und die Postangestellte Inès, sowie der Journalist Garcin, werden von einem geheimnisvollen Diener in einen Raum eingeschlossen, in dem sie, ohne Hoffnung auf ein Ende, sich theatre de Jean-Paul Sartre devant ses premiers critiques : Les mouches et Huis clos PDF als Peiniger und Opfer ausgeliefert sind. Garcin hat seine Frau misshandelt und in entscheidenden Situationen feige versagt.


Die lesbische und hochintellektuelle Inès hat die junge Florence verführt und so deren Ehemann, Inès’ Cousin, entfremdet. Dieser wird daraufhin von einer Straßenbahn überfahren. Ob es sich um einen Unfall oder einen Selbstmord handelt oder ob Inès ihn vor den Zug gestoßen hat, wird aus Inès’ Erzählung nicht eindeutig klar. Erst allmählich wird allen klar, dass sie selbst zu ihren eigenen Folterknechten bestimmt sind, indem sie sich gegenseitig ihre Lebenslügen entreißen. Ein kurzes Aufflackern von Solidarität erlischt aus Angst und aus gegenseitigem Hass. Jeder ist dazu verdammt, die anderen beständig zu quälen und selbst von den anderen gequält zu werden. Figur von Garcin für den Menschen im Allgemeinen stehe.

In der Kernaussage des Stückes übersetzt Sartre ein religiöses Motiv in die existentialistische Analyse der menschlichen Situation, deren grundsätzliche Ausweglosigkeit sich unter dem Blickpunkt der Ewigkeit erschließen soll. Lebens post mortem, um so die Verstetigung der Rollenverkrustungen vorzuführen. Lebenden, von ihnen, den Toten, bilden, nicht durch weitere Handlungen entgehen. Der französische Originaltitel Huis clos wurde später von René-Jacques Chauffard, einem ehemaligen Schüler Sartres, der den Diener spielen sollte, vorgeschlagen. Camus sollte auch die Regie führen. Obwohl es sich bei Huis clos um das bekannteste und erfolgreichste Stück Sartres handelt, wird seine literarische Qualität manchmal in Zweifel gezogen. Die kollaborationistische Presse entrüstete sich über den Skandal, insbesondere über Inès’ Homosexualität.

Seite nicht im Sinne eines politischen Widerstandes gedeutet und sogar gelobt. Aus Prestigegründen begrüßte die Besatzungsmacht, daß im besetzten Paris Stücke von Anouilh, Claudel, Giraudoux, Sartre und Camus gespielt wurden. Nach der Befreiung von Paris im August 1944 feierten das junge Publikum und die Kritik das Stück enthusiastisch. Regie: Jacqueline Audry, Darsteller: Arletty als Inès, Gaby Sylvia als Estelle, Franck Villard als Garcin, Yves Deniaud als Diener, Erstaufführung: 22. Regie: Michel Mitrani, Darsteller: Judith Magre als Inès, Evelyne Rey als Estelle, Michel Auclair als Garcin, René-Jean Chauffard als Diener, Produktion: ORTF, Erstsendung: 12.

Regie: Jean-Louis Lorenzi, Darsteller: Claire Nebout als Inès, Claire Borotra als Estelle, François Marthouret als Garcin, Yves Le Moign als Diener, Erstsendung: 9. Monika Beutter, Werner Höfer, Hans-Dieter Schwarzmann, Hgg. Reihe: Parcours de lecture, Série oeuvres integrales, 116. Thierry Ferraro: Étude de Sartre, Huis Clos.

Exemplarische Reihe Literatur und Philosophie, 1. Baptiste Frankinet: Fiche de lecture: Huis Clos, Jean-Paul Sartre. Ingrid Galster: Le Theâtre de Jean-Paul Sartre devant ses premièrs critiques. Band 1: Les pièces créés sous l’occupation allemande: Les Mouches et Huis clos. Le visible et le invisible: Huis clos. Bernd Krauss: Lektüreschlüssel: Sartre, Huis clos.

Edgar Neis: Königs Erläuterungen zu: Die Fliegen. Zwei Studien zu Huis Clos und zu L’Engrenage. Jeux intertextuels dans le labyrinthe de la torture sartrien. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Alfred Dandyk: Unaufrichtigkeit: Die existentielle Psychoanalyse Sartres im Kontext der Philosophiegeschichte. Jean-Paul Sartre: ein Philosoph des 21. Surrealismus und Existentialismus, Bielefeld 2004, S. Simone de Beauvoir: In den besten Jahren. Zitiert nach Gérard Bonal: Saint-Germain-des-Prés, Paris 2008, S.

Neske, Pfullingen 1972, ISBN 3-7885-0028-X, S. Jürg Altwegg: Die langen Schatten von Vichy. Albert Camus und der Anarchismus, Heidelberg 1998, S. Patrice Pavis: Dictionary of the Theatre: Terms, Concepts, and Analysis, trans.

This entry was posted in Droit. Bookmark the permalink.